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Südpark

Der Südpark ist mit einer Gesamtfläche von 70 ha der größte und meist besuchte Düsseldorfer Park. Ausschlaggebend für die Beliebtheit der Anlage sind sicherlich das 30 Kilometer lange Wegenetz und die Vielfalt, die dem Besucher hier geboten wird. Der Park besteht aus drei sehr unterschiedlichen Teilen: Volksgarten, "Vor dem Deich" und "In den Gärten".

Der Volksgarten, als ältester Teil des Südparks, wurde 1895/96 fertiggestellt und bildete im 19. Jahrhundert die grüne Oase des Parks. Er wurde bewusst als eine offene, im natürlichen Stil gehaltene Parkanlage angelegt. Weiher mit schön geschwungenen Uferlinien, Alleen, dichtes Buschwerk, gewundene Wege mit überraschenden Ausblicken auf Baumgruppen sollten die Illusion einer harmonischen, fast idealen Landschaft vermitteln.

Auf der Südseite findet man auf 23 ha die naturnahen Lebensräume Wasser und Wiese, "Vor dem Deich" genannt. Ausgangspunkt für die Gärtner war ein tiefer, vom Grundwasser gespeister Baggersee, der durch das Schürfen von Kies entstanden war und zusammen mit dem angrenzenden alten Industriegebiet in eine Blüten- und Pflanzenpracht umgewandelt wurde. Entlang der Ufer der künstlichen Teiche und Inselketten gedeiht eine üppige Vegetation. Einen guten Überblick über diese Biotope bietet der alte Hochwasserdeich, der 1573 errichtet und von den Südpark-Planern wiederentdeckt wurde.

Die Verbindung zwischen dem historischen Volksgarten und dem naturnah gestalteten Bereich "Vor dem Deich" stellt die 20 ha große Gartenachse "In den Gärten" her. Zentraler Blickfang ist eine 600 m lange Wasserachse. Im Verlauf dieser Achse sind 16 unterschiedliche Themengärten gruppiert, unterteilt durch Hecken. Die Gartenachse überrascht mit unterschiedlichen Pflanzenwelten und wechselnden Blühaspekten.

Zwei Entwicklungsschübe, die rund 90 Jahre auseinander liegen, verliehen dem Südpark sein heutiges Aussehen und seine Gestalt. 1892 erwarb die Stadt 11 ha Fläche von den Gütern der Grafenfamilie Arenberg für die Anlage des Volksgartens, um der Bevölkerung in den dicht besiedelten Stadtteilen Ende des 19. Jahrhunderts nahe gelegene Erholungsräume anbieten zu können.

In den 1960er Jahren hatten sich neben dem Volksgarten eine Brachfläche mit einer ehemaligen Kiesgrube, "wilden" Schrottplätzen und unübersichtlichen Gärten zu einem hässlichen Hinterhof entwickelt. Die Sanierung dieser Flächen erfolgte für die Bundesgartenschau 1987 und es entstand der heutige Südpark.

Im Jahr 2008 wurden noch einmal umfangreiche Pflegemaßnahmen im Südpark durchgeführt. Die Stadt Düsseldorf war zu diesem Zeitpunkt Teilnehmer im Wettbewerb „Entente Florale“, den sie schließlich auch mit Auszeichnung gewinnen konnte. Im Bewerbungskonzept war auch der Südpark enthalten. Dieser repräsentierte dabei den Umgang der Stadt mit öffentlichen Parkanlagen.

Die vielfältigen Landschaftsformen des Südparks werden von mehreren Skulpturen internationaler Künstler, die sich mit der Spannung zwischen Kunst und Natur auseinandersetzen, ergänzt. Angefangen beim "Zeitfeld" mit 24 Uhren von Klaus Rinke, über die Wasserachse von Christian Megert und Wasa Marjanov, die Stahlelemente von Erwin Reusch, eine Stele von Ulrich Rückriem bis zum Tor aus Basaltlava von Erwin Heerich.

 

Orientierungsplan

 

Lage
Oberbilk/ Wersten/ Volksgartenstraße
Siegburger Straße/ Werstener Straße
40591 Düsseldorf
Größe 70 ha