Sechs Fine-Dining-Restaurants, in denen himmlische Genüsse auf euch warten

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Sechs Fine-Dining-Restaurants, in denen himmlische Genüsse auf euch warten

Sternstunden der Kulinarik

Düsseldorf ist eine kulinarische Top-Destination, auch letztes Jahr regnete es Sterne für die Gastroszene der Stadt. Nicht weniger als zehn Düsseldorfer Restaurants erhielten 2022 einen Michelin-Stern. Daneben empfiehlt der renommierte Guide Michelin 19 weitere Düsseldorfer Restaurants, die ebenfalls für höchste Genüsse stehen. Doch wo anfangen mit dem kulinarischen Himmelstripp? Wir haben sechs Restaurants für euch herausgefiltert, die allesamt in der obersten Liga spielen, jedoch mit unterschiedlichem gastronomischem Ansatz überzeugen.  

Im Schiffchen

Schon seit 1977 ist Jean-Claude Bourgueil im Restaurant Im Schiffchen am Ruder. In einem barocken Backsteingebäude am Kaiserswerther Markt, nur ein paar Schritte vom Rheinufer entfernt, hat sich Bourgueil gemeinsam mit seinem Küchenteam der kreativen französischen Küche verschrieben. Ein Klassiker des Hauses: der kleine mit Kamillenblüten gedämpfte bretonische Hummer. Und auch Edelfische und Krustentiere im Bouillabaisse-Sud beschwören den Geist des Fine Dining à la française. Allerdings ist der aus der südlich von Paris gelegenen Region Centre-Val de Loire stammende Bourgueil bereits seit mehr als 50 Jahren am Rhein zu Hause. Das schlägt sich unter anderem im erstklassigen Düsseldorfer Senfrostbraten nieder, zubereitet mit Rinderfilet aus irischer Zucht. Überhaupt, die Zutaten: Ganz gleich, woher sie sind stets von herausragender Qualität. Rund wird das kulinarische Erlebnis durch eine beeindruckende Weinauswahl, die aufmerksame Bedienung und die Einrichtung: Das Restaurant im Erdgeschoss glänzt mit einem maritimen Look.

Phoenix

Die moderne Location sucht ihresgleichen in der Stadt. Im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Dreischeibenhauses versteckt sich der jüngste Neuzugang unter den Düsseldorfer Sternerestaurants: das Phoenix erhielt 2022 erstmalig die begehrte Auszeichnung. Schon das Interieur ist ein Augenschmaus: Petrolfarbene Polster harmonieren mit dem grünen Marmorboden, Walnussholz setzt warme Akzente. Hier zaubert das Team unter der Leitung von Philipp Wolter in der offen einsehbaren Küche seine klassischen Gerichte.  Am Abend könnt ihr zwischen den Menüs „Flora“ und „Fauna wählen. Letzteres ist rein vegetarisch, doch ein Gang wie der aus Muskatkürbis und Zitronencremeeis mit Johannisbeere, Leinsamen, Blauer Kornblume und steirischem Kernöl überzeugt auch Nicht-Vegetarier. Wer à la carte speisen möchte: Mittags ist die Auswahl hier größer, und auch ein „Quicklunch“ als Tellergericht oder 3-Gang-Menü wird angeboten.

Nagaya

Auf durchdachte, kühne und akribische Weise verbindet der japanische Sternekoch Yoshizumi Nagaya in seinem Restaurant Elemente der japanischen und der westlichen Küche. Traditioneller japanischer Purismus, den Nagaya bei Toshiro Kandagawa in Osaka lernte, trifft auf innovative europäische Haute Cuisine. Ein Spagat, den in Deutschland wohl keiner so beherrscht wie er – und der ihm einen Michelin-Stern gebracht hat. Yoshizumi Nagayas Stil lebt von den exzellenten Zutaten und seinem Gespür für Ästhetik: Unser Tipp: Wählt das Omakase-Menü. Hier bleibt die Speisenfolge dem Meister überlassen. Noch eine Portion Insiderwissen gefällig? Der Ausnahmekoch betreibt in Düsseldorf ein weiteres mit einem Stern gekröntes Restaurant: Yoshi by Nagaya. Damit versammelt er auf sich zwei der vier Michelin-Sterne, die in Deutschland zuletzt überhaupt an japanische Restaurants vergeben wurden.

Berens am Kai

Der Klassiker hat ein neues Gesicht. Seit 1998 steht das Berens am Kai im Medienhafen für die moderne europäische Spitzenküche mit ihren hochqualitativen Produkten und intensiven Aromen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Patron Holger Berens den Posten des Küchenchefs geräumt und das Regiment am Herd an den bisherigen Souschef Michal Slawik übergeben hat. Als Geschäftsführer bleibt er seinem Restaurant erhalten und trägt weiterhin Sorge dafür, dass Klassiker wie Austern, Gänseleber oder Black-Angus-Filet auch nach wiederholtem Genuss nicht an Reiz verlieren. Kurz gesagt: Noch immer ist jedes Gericht, von denen ihr im Berens am Kai für ein Sternerestaurant ungewöhnlich viele auch à la carte bekommt, ein Gedicht. Doch nicht nur die Karte, auch die Lage hat es in sich: Durch die bodentiefen Fenster des Restaurants genießt ihr freien Blick auf den Hafen, im Sommer lockt eine Terrasse für besonders relaxte Gourmetfreuden.

Le Flair

Was haben Holger Berens und Dany Cerf, Chef im Le Flair, gemein? Beide führen ein Sternerestaurant mit Terrasse – und beide kochten zunächst unter Jean-Claude Bourgueil (Im Schiffchen), bevor sie sich selbstständig machten. Dany Cerf, gebürtig aus der französischsprachigen Schweiz, ging diesen Schritt 2014, gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Nicole Bänder. Im neu entstandenen Stadtviertel „Le Flair“ auf dem ehemaligen Pempelforter Güterbahnhofsgelände eröffnete er sein gleichnamiges Restaurant, zunächst als gehobenes Bistro. Drei Jahre später hatten er und sein Team sich einen Michelin-Stern erkocht – und die Verteidigung dieses Sterns läuft bis heute erfolgreich. Dabei ist der kleine Gourmettempel mit 25 Sitzplätzen seinem charmanten Purismus treu geblieben Durchdacht, zugleich einfach und mit vollem Fokus aufs Produkt präsentieren sich die 4- bis 6-Gänge-Menüs. Ihr wählt zwischen dem „Menu du Moment“ und dem „Menu Veggie“, und nicht nur in der Namensgebung scheint Cerfs Vorliebe für die klassische französische Küche durch. Von der Foie-Gras-Terrine bis zum Milchlamm aus den Pyrenäen – Liebhaber*innen der Haute Cuisine werden im Le Flair nichts vermissen.

Pink Pepper

Das Pink Pepper im Steigenberger Parkhotel auf der Königsallee hat erst im Februar 2022 seine Pforten geöffnet und wird von Fine-Dining-Enthusiast*innen bereits mit Lorbeeren überhäuft. Wirklich überraschen kann das nicht, ist doch mit Benjamin Kriegel ein verdienter Sternekoch zur Stelle. Das im Wintergartenanbau des Steigenbergers untergebrachte Restaurant glänzt mit einem extravaganten und doch warmen Interieur. Edle Blumentapeten und Bodenfliesen im Azulejo-Stil treffen auf goldene Details, Samt und Pudertöne. Saisonale und regionale Zutaten, raffiniert und mit viel Offenheit für internationale Inspirationen interpretiert – der Chef de Cuisine führt sein charakteristisches kulinarisches Konzept fort, und das auf außergewöhnlichem Niveau. Und so ist es sicher kein Fehler, das 5-Gänge-Menü auf bis zu 7 Gänge auszudehnen. Dazu könnt ihr die passenden Weine genießen und es gibt auch eine schöne Bar für Apéro oder Digestif. Namensgeber des Pink Pepper ist übrigens der Brasilianische Pfefferbaum, der für die Würze des Lebens steht. Das passt.

Titelbild: Yoshizumi Nagaya

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